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Wie müssen MPEG-Bausteine beschaffen sein, damit sie beim Erstellen einer DVD nicht erneut gerendert werden? Wie geht man bei der Bausteinerzeugung vor, damit Kompilierungsfehler vermieden werden? Wie geht man bei der anschließenden DVD-Erstellung vor, damit die DVD möglichst auf verschiedenen DVD-Playern läuft?
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MPEG-Bausteine müssen in sich abgeschlossen und vollständig fertig sein.
- Abgeschlossen bedeutet, dass in der späteren DVD eine Kapitelmarke genau am Anfang des Bausteins platziert ist, an seinem Ende eine Rücksprungmarke platziert ist oder ein neuer Baustein mit einer Kapitelmarke nachfolgt.
- Fertig bedeutet, dass der Baustein betitelt und vertont ist.
Wenn nachträglich Kapitelmarken in den Baustein gesetzt und/oder Titel und Sounds unterlegt werden, dann wird hingegen erneut und möglicherweise smart gerendert und damit Kompilierungsfehler wieder wahrscheinlicher.
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Mit einem eigenständigen Projekt werden die relevanten Szenen aus dem MPEG-Material ausgewählt und geschnitten (Übergänge, Sound, Kommentar, Titel usw.). Daraus wird im Modus “Film erstellen” eine MPEG-Datei erzeugt. Als Einstellung wählt man “benutzerdefiniert” mit einer Bitrate, die dem Ausgangsmaterial angemessen ist und mit der später auch die DVD erstellt werden soll. Beim Rendern der MPEG-Datei wird “smart” gerendert, wenn die gewählte Bitrate nicht niedriger als die des Ausgangsmaterial liegt. Da man ja die Qualität nicht unbedingt verschlechtern will, muss dies auch nicht sein. In der so “smart” gerenderten MPEG können nun bereits die schrägen GOP-Folgen stecken, die später einen Kompilierungsfehler auslösen. Die Wahrscheinlichkeit dafür wächst mit der Komplexität der durchgeführten Schnitte. Hat man nur vorne und hinten weggeschnitten (Reklame), so ist die Wahrscheinlickeit gering.
Will man sicher gehen, dann ziehe man sich den Baustein in die Timeline und lasse daraus ohne jede Veränderung einen DVD-Inhalt auf der Festplatte erzeugen. Dies geht sehr rasch. Endet der Versuch mit einem Kompilierungsfehler, dann lege man unter den gesamten Baustein einen transparenten Titel und rendere ihn mit sonst identischen Einstellungen neu. Ist kein Kompilierungsfehler eingetreten oder der Baustein vollständig neu gerendert, dann ist er abgeschlossen, fertig und sicher !
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Hat man seine Bausteine auf diese Weise alle - einschließlich des Vor- und/oder Nachspanns - abgeschlossen, fertig und sicher gemacht, so verbindet man sie mit einem neuen Projekt zur DVD. Dabei muss ein erneutes Rendern der Bausteine ausgeschlossen sein.
Dies bedeutet :
- die gewählte Bitrate muss der der Bausteine entsprechen (benutzerdefiniert !)
- Kapitelmarken dürfen nur an Anfängen und Enden von Bausteinen platziert werden. Dies kann die Automatik (Auto-Szenenindex) von Studio am Saubersten.
- es dürfen keine zusätzlichen Sounds oder Titel in das Projekt einbezogen werden. Das Menü (oder die Menüs) kann, da es ja sowieso neu gerendert wird und bei Studio stets in einer eigenen VOB-Datei (VTS_01_0.VOB) landet, mit Sound unterlegt werden.
Beobachten man das erneute Rendern von Bausteinen, dann ist etwas faul, und man sollte besser abbrechen und die Fehlerquelle suchen. Nur das Menü, das wird in jedem Falle gerendert. Außerdem läuft der Vorgang selbst in 3 Durchläufen ab wobei das eigentliche Rendern aber deutlich am langsamen Fortschreiten durch einen Baustein in der Timeline zu erkennen und von den anderen Durchläufen (z.B. dem Sound einsammeln) zu unterscheiden ist.
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Die Erstellung einer DVD läuft bei der beschriebenen Vorgehensweise rasch ab. Es wird nur das Menü gerendert. Der Platzbedarf von Studio ist deutlich geringer als bei der Erstellung aus DV-AVI heraus. Die Videos auf der DVD (mit Ausnahme der Menüs) werden mit variabler Bitrate angelegt, was die mögliche Spielzeit und die Spielbarkeit auf unterschiedlichen Playern deutlich erhöht. Die Gefahr von Asynchronitäten zwischen Video und Ton ist gering, sofern diese nicht schon in den Bausteinen enthalten sind.
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Gibt es anschließend beim Abspielen der DVD doch Probleme oder gefällt das ein oder andere Detail nicht, so kann die Änderung an dem oder den betroffenen Bausteinen vorgenommen werden, ohne den gesamten DVD-Inhalt neu rendern zu müssen.
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