Letzte Änderung :
25.06.2004
 

Tipps zur Installation/Neuinstallation

Es gehört wohl zu den klassischen Reflexhandlungen von PC-Nutzern, immer dann, wenn etwas nicht so recht läuft, das betreffende Programm runterzuschmeißen und neu zu installieren. Bei Studio läuft oft irgendetwas schief. Dies hat aber nur ganz selten mit der Installation zu tun, sodass auch Deinstallationen und Neuinstallationen keine Besserung bringen können. In sehr vielen Fällen rät der Support von Pinnacle aber genau dazu. Außerdem solle man die neuesten Versionen der relevanten Treiber, das neueste DirectX und alle Windows-Updates einspielen.
Dieser Nutzer ist als Fragesteller erst mal von der Strippe. Sein schlechtes Gewissen, den Support unnötigerweise mit seinen Problemchen belästigt zu haben, ist geweckt und wird nicht mehr verschwinden. Tatsache aber ist, dass in den allermeisten Fällen es eben nicht an der Umgebung oder Installation liegt, sondern die Ursachen in der mangelhaften Qualität des Produktes Studio 8 zu suchen sind.
Natürlich gibt es auch genug PC’s, die durch lustiges Installieren und Deinstallieren aller möglichen Progrämmchen und Spielereien so verhunzt sind, dass dort wirklich nichts mehr geht. Auf solchen Kisten läuft dann aber auch kaum eine andere Anwendung wirklich ordentlich und sie bedürfen daher auch wirklich der Neuinstallation, dann aber nicht von Studio allein, sondern des gesamten Systems.
Mir ist klar, dass die folgenden Tipps keinesfalls vollständig und in jedem Falle richtig sind, zu unterschiedlich sind die Randbedingungen und Gegebenheiten. Sie sollen nur einen Anhalt geben und keinesfalls die eigenen Überlegungen und Entscheidungen ersetzten.

Vor der Installation von Studio 8

Installation

Wie überprüfe ich meine Installation?

 

Wann ist eine Neuinstallation sinnvoll?

Wie gehe ich bei der Neuinstallation vor?


Vor der Installation von Studio 8
Diese wichtigen Fragen sollte man sich stellen und nach der selbst gegebenen Antwort handeln :

  • Entspricht mein System den Hardware-Anforderungen für Studio?
  • Bietet mein System genug Platz für die doch recht anspruchsvolle Aufgabe Videoschnitt?
  • Wie zerrüttelt ist mein System?
  • Laufen meine anderen Programme wirklich störungsfrei?
  • Habe ich andere Videoschnitt- und Brennprogramme installiert bzw. installiert gehabt?
  • Sind mein Windows mit seinen Komponenten sowie die Treiber für meine Festplattencontroller, Grafikkarte, Soundkarte, Schnittstellenkarten, Brenner und spezielle Hardware für den Videoschnitt auf dem aktuellen Stand?
     

Hat man mit der Beantwortung dieser Fragen so seine Zweifel, dann sollte man lieber vor der Installation investieren und handeln. Mit einem PC unter 1GHz, nur 256MB Speicher und einer 20GB-Festplatte sollte man sich beispielsweise nicht in dieses Abenteurer stürzen.
Die heute als Standard-Konfigurationen angebotenen PC’s mit Prozessoren weit über 2GHz, 512MB Speicher und 80GB-Festplatten eignen sich hingegen recht gut.
Ein gut gemachtes Bett in Form einer sauberen Windows-Installation inclusive der aktuellen Treiberstände ist eine weitere wesentliche Voraussetzung. Diese Installation sollte zusammen mit den anderen wichtigen Anwendungsprogrammen gut und störungsfrei laufen.
Eine eigene Festplatte für das Einlesen und Bearbeiten der Videos ist sehr zu empfehlen. Da das Einlesen / Digitalisieren von Videos doch einige Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Festplatte stellt, sollte man die  Schreib- / Leseraten mit einem geeigneten Tool überprüfen. Liegen die Werte über 30000 KB/sec, so ist man auf der sicheren Seite.

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Installation
Die eigentliche Installation von Studio läuft weitgehend automatisch ab und bedarf keiner besonderen Vorkehrungen. Grundsätzlich muss man die gekaufte CD-Version installieren und diese dann mit der aktuell von Pinnacle angebotenen Version aufdatieren. Für den Upgrade von Studio 7 oder Studio 8 SE gelten besondere Abläufe, die aus der entsprechenden Dokumentation hervorgehen.

Doch sind einige Dinge zu beachten. Da Studio oft in Paketen zusammen mit spezieller Hardware gekauft wird, sollte man deren Installationsanweisungen beachten und die Hardware ggflls. vorher installieren, damit sie bei der Installation von Studio gefunden wird. Andererseit kann die Installation von Hardware-bezogenen Programmteilen auch überflüssig oder unerwünscht sein, weil man diese Hardware nicht mehr nutzen will. In solchen Fällen sollte man den Modus “Benutzerdefinierte Installation” wählen und selbst festlegen, was installiert werden soll und was nicht.
Manche Nutzer vermissen nach der Installation Komponenten wie “Alpha Magic”-Übergänge oder “SmartSound”. Auch diese kann man über die benutzerdefinierte Installation anwählen.

Nach der Installation der CD-Version sollte man alle Zusätze (HFX, SmartSound, spezielle Treiber für Pinnacle Schnittkarten oder Anschlussboxen) installieren und das Ganze dann auf Funktionieren überprüfen. Erst wenn diese Installation wie gewünscht läuft (mit den bekannten Mängeln der jeweiligen CD-Version) sollte man den letzten Update-Patch von Pinnacle bzw. die letzte Beta-Version darüber installieren. Es ist nicht zu empfehlen, auch noch Zwischenstände in den Versionen zu installieren.

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Wie überprüfe ich meine Installation?
Üblicherweise überprüft man eine neu installierte Anwendung, indem man diese nutzt und ihre einzelnen Funktionsgruppen durchprobiert. Nun ist der Funktionsumfang eines Programmes für den Videoschnitt doch recht umfangreich. Viele Nutzer haben trotz langer Arbeit mit Studio längst nicht alle seine Ecken ausgeleuchtet.

Pinnacle liefert mit dem “The Amazing Pinnacle Version Checker” unter dem Namen “Version Checker” im Verzeichnis “Tools” zu finden, ein Werkzeug mit, mit dem man seine Installation überprüfen kann. Der Version Checker meldet, ob die erforderlichen Programmdateien mit dem erforderlichen Stand in den richtigen Verzeichnissen vorhanden sind. Dabei werden einige Abweichungen angezeigt, die auf den Einsatz von Studio außerhalb der USA in einer PAL-Umgebung zurückzuführen sind. Die drei Dateien : programs\ResComUS.dll, programs\TXResUs.dll und programs\vdrdec.dll werden in einer Installation in der PAL-Welt nicht benötigt. Sollten darüberhinaus Dateien fehlen bzw. nicht die geforderten Mindeststände haben, dann stimmt etwas nicht mit einer Installation.

Der Version Checker liefert darüberhinaus jedoch keine besonders gute Aussage über die Installation. Er checkt nämlich viele Dateien einfach nicht, die Studio nutzt und benötigt. Selbst dann also, wenn der Version Checker keine Abweichungen zeigt, kann trotzdem noch etwas an der Installation faul sein. Ein besonders krasses Beispiel dafür ist die Wirkung der beiden Dateien Ltr13n.dll und Ltrio13n.dll. Liegen diese mit einer jüngeren Version als von Studio erwartet ( 13.0.0.035 vom 1.7.2002) im Windows-Verzeichnis, so stürzt Studio bei jedem Aufruf des Titel-Editors ab. Peinlich für den Hersteller ist dabei, dass die neueren Versionen ausgerechnet bei der Installation anderer Pinnacle-Produkte (Liquid Edition oder Instant CD/DVD) auf ein System gelangen können.

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Wann ist eine Neuinstallation sinnvoll?
Eine Neuinstalltion ist sinnvoll, wenn es Anzeichen gibt, dass mit der jetzigen Installation etwas nicht stimmt und eine Neuinstallation Abhilfe verspricht.

Diese banal klingende Aussage hat es durchaus in sich. Wann verspricht denn eine Neuinstallation Abhilfe von Problemen? Natürlich dann, wenn es durch den Version Checker eindeutig identifizierte Unterschiede zwischen dem Soll und dem Ist gibt.
Außerdem ist eine Neuinstallation erfolgversprechend, wenn Studio dabei ein gegenüber dem vorherigen Zustand geändertes System vorfinden wird.

Wenn es also Probleme gibt und z.B.

  • ein DVD-Brenner installiert der von Studio nicht erkannt wird,
  • zwischenzeitig andere Programme installiert oder deinstalliert wurden und dabei neue Filter, Codecs oder Bibliotheken (DLL) hinzugekommen sind bzw. entfernt worden sind,
  • die Grafik- , Sound- oder Schnittstellenkarte gewechselt,
  • andere Festplatten oder  Controller  in das Sytem gekommen sind,
  • wesentliche Windows-Komponenten wie z.B. DirectX erneuert worden sind,

dann kann eine Neuinstallation sinnvoll sein. Umgekehrt ist sie wenig oder nicht sinnvoll, wenn es keine vergleichbaren Änderungen am System gegeben hat. Dann sollte man der Standardempfehlung des Pinnacle-Supports nicht auf den Leim gehen.

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Wie gehe ich bei der Neuinstallation vor?
Eine Neuinstallation von Studio ist an sich auch nicht komplizierter, als eine erstmalige Installation in ein System, auf dem bisher Studio nie installiert gewesen ist.

Die Deinstallations-Routine von Studio ist nicht in der Lage, das Programm wirklich und restlos von einem System zu entfernen. Dazu bietet Pinnacle noch ein Zusatztool
regdelete 6.0 zum Download von den Seiten seines Supports an. Aber auch regdelete entfernt die nach der Deinstallation verbleibenen Reste nicht restlos. Es ist daher stets zu empfehlen, mittels des Freeware-Tools RegClean wirklich alle mit Pinnacle gekenn- zeichneten restlichen Einträge aus der Registry zu entfernen und die Unterverzeichnisse unter ...\Programme\Pinnacle\  manuell zu löschen. Danach den Papierkorb leeren, sodass man halbwegs sicher sein kann, dass keine fehlerbehafteten Einträge in eine Neuinstallation eingeschleppt werden.

Danach wird Studio immer noch bei der Neuinstallation erfahren, dass es schon auf dem System installiert gewesen ist, denn wie fast alle anderen Anwendungsprogramme schreibt Studio diese Information verschlüsselt in die Registry.

Von diesem Systemzustand sollte man sich einen Wiederherstellungspunkt in Windows anlegen. Damit ist eine schnelle Rückkehr an diesen Punkt möglich, wenn es erforderlich werden sollte.

Bei der folgenden Installation geht man vor, wie bei der ersten Installation.

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