|
|
 |
|
|
 |
 |
|
|
|
Jeder hat einmal angefangen und war für Ratschläge von Leuten dankbar, die sich schon länger mit dem Metier beschäftigen und bereit sind, ihre guten und schlechten Erfahrungen weiterzugeben. Es gibt zwar eine Reihe von empfehlenswerten Büchern zum Thema Videoschnitt mit Studio 8, diese können jedoch niemals wirklich aktuell sein und der Entwicklung des Programmes folgen. Die nachfolgenden Erläuterungen und Ratschläge fußen auf Anfängerfragen, die immer wieder im Forum gestellt werden und vielen per EMail an mich direkt herangetragenen Problemstellungen.
|
|
|
|
Keine Angst vor dem Forum! Das Studio - Forum ist wirklich Spitze. Natürlich gibt es auch da gelegentlich mal kleine Kabbeleien, wir sind alle nur Menschen. Geholfen wird aber Jedem, auch wenn es manchmal beim Versuch zu helfen bleiben muss, weil die Dinge aus der Ferne eben nur schwer zu klären sind. Wer aber nicht fragt, der bekommt überhaupt keine Antwort. Also frisch und fröhlich gefragt!
|
|
Was kann und sollte ein Neuling im Forum beachten?
- Jeder Neuling sollte sich, auch wenn er aktuell keine Probleme hat (bzw. zu haben glaubt) zuerst einmal im Forum umsehen. Es ist eine Fundgrube für gute Tipps und Anregungen. Will man etwas Bestimmtes wissen, dann kann die Suchfunktion bei der Suche und Eingrenzung der Beiträge auf das gewünschte Thema sehr hilfreich sein.
- Die Hilfe zum Forum ist im Forum selbst in englischer Sprache gehalten. Wer damit seine Probleme hat, findet hier auf meiner Seite eine Übersetzung ins Deutsche.
- Sich vorzustellen und kurz über das Woher und Wohin zu berichten, das macht immer einen guten Eindruck und hebt die Stimmung.
- Ein gut ausgefülltes Profil ist eine ganz wichtige Sache. Ist es nicht schon schwer genug, aus der Ferne einen Rat zu erteilen, so verhindern fehlende Angaben zur Hard- und Software-Ausstattung treffende Ratschläge vollends.
- Ein Muss ist eine zwar kurze aber dennoch aussagekräftige Beschreibung des Problems, der verwendeten Ausgangsmaterialien und des Zieles, das man erreichen möchte. Hellseher sind die Helfer leider nicht. Wenn man dem Fragesteller die relevanten Informationen in 7 Hin- und Her-Postings buchstäblich aus der Nase ziehen muss, erlahmen Lust und Laune doch erheblich.
- Die Helfer im Forum machen alles freiwillig und auf Kosten ihrer Freizeit. Pinnacle hat sich da ein Völkchen herangezogen, das der Firma selbst sehr viel Arbeit und Kosten spart. Trotzdem wollen die Helfer nicht für die Mängel und Fehler des Programmes beschimpft werden. Beiträge im Forum, bei denen man Pinnacle oder den Moderator Frank Rousseaux meint, sollten daher auch an @Pinnacle oder @FRousseaux adressiert sein.
- Bitte nicht zum selben Thema mehrere Fäden aufmachen. Dies hilft überhaupt nichts, sondern verärgert die Helfer lediglich, müssen sie doch Antworten mehrfach geben bzw. dem Fragesteller das Mehrfach-Posten auszureden versuchen. Mehr als eine Stunde braucht man eigentlich nie auf eine Antwort zu warten. Was soll da eigentlich ein Mehrfach-Posting helfen?
- Sich in einen laufenden Faden einzuklinken, nur weil man glaubt, dessen Thema hätte etwas mit dem eigenen Problem zu tun, ist eine Unhöflichkeit, die nicht gut ankommt. Da sollte man für seine Fragen lieber einen eigenen Faden aufmachen.
- Hat man auf die gestellten Fragen eine Antwort bekommen, dann kommt eine dankende und abschließende Bemerkung gut an. Die Helfer möchten doch wissen, ob ihr Rat von Nutzen war. Lässt man die Antworten einfach abgammeln, dann werden die Helfer beim nächsten Mal möglicherweise die Frage abgammeln lassen.
- Viele Neulinge sind übereifrig bei der Suche und graben Fäden aus, die Monate zurückliegen. Es ging damals möglicherweise um das gleiche Problem, allerdings war zu der Zeit eine andere Studio-Version aktuell und die Randbedingungen sind inzwischen völlig anders. Da muss man etwas Fingerspitzengefühl entwickeln.
- Romane muss keiner schreiben, aber ein halbwegs richtiges und verständliches Deutsch sollte man schon zustande bringen. Den Spruch, “Wer Rechtschreibfehler findet, der darf sie behalten” mag man ja lustig finden, ich persönlich antworte lieber auf eine Fragestellung, die ich auf Anhieb verstehen kann.
- Ach ja : im Forum ist man per Du. Auch mich darf und sollte Jeder per Du ansprechen, obwohl ich schon von der etwas betagteren Art bin.
TOP
|
|
Einige Grundlagen zum Videoschnitt am PC unter Bezug auf die in Studio 8 realisierten Funktionen. Man darf nicht vergessen : Studio 8 ist ein Schnittprogramm der Einsteigerklasse und kann daher nicht den Funktionsumfang und die Fähigkeiten besitzen, die eben nur bei wesentlich teureren Programmen für halb- bzw. vollprofessionellen Videoschnitt zu finden sind.
|
|
Studio kann im Modus “Aufnahme” von unterschiedlichen analogen und digitalen Zuspielern (Quellen) Video- und Audioinformationen empfangen und digitalisiert auf der Festplatte des PC’s ablegen. Bei der Aufnahme von analog arbeitenden Zuspielern (analoge Videokameras, VHS-Videorecorder, TV-Karten) benötigt Studio die Unterstützung spezieller Hardware. Diese wandeln die analogen Signale (Helligkeit, Farbe, Ton) in digitale Signale und liefern sie Studio in einem verständlichen Format zur Ablage auf der Festplatte an. Dabei entstehen, je nach dem wie die spezielle Hardware arbeitet, AVI-Dateien mit dem Format MJPEG oder MPEG-Dateien. Bei digitalen Zuspielern (DV-Camcorder, digitale TV-Karten) liegt das Signal in der Quelle bereits in digitaler Form vor und kann von Studio entweder so abgelegt (DV-AVI) oder schon bei der Aufnahme in Echtzeit umgewandelt / komprimiert als MPEG2-Datei (MPG) abgelegt werden. Daneben gibt es noch eine Reihe von Spezialfällen wie z.B. die Übernahme / Import von Eingangsmaterial, das von anderen Aufnahmeprogrammen auf dem PC angelegt worden ist oder das Wiedereinlesen von Videos von VCD / SVCD / DVD, die ich aber hier nicht weiter betrachten will. Wichtiger ist da schon Eingangsmaterial, das man mit Studio selbst erzeugt hat. Dazu mehr unter dem Stichwort Rohschnitt. Quellmaterial muss Studio als AVI (DV-AVI, MJPEG) oder MPEG (1,2) vorliegen. Dabei versteht Studio längst nicht alle “Dialekte” die in diesen Format-Familien vorkommen können. Manche versteht es zwar, kann sie aber trotzdem nicht ordentlich weiterbearbeiten (Beispiel Micro MV). Als Quellmaterial können weiterhin digitale Bilder (BMP, JPG) und digitalisierte Musik (WAV, MP3) eingebunden werden.
Studio ist wie seine meisten Kollegen ein Programm, das Videoschnitt in nicht zerstörender Weise (non-destructive) durchführt. Dies bedeutet, dass das originale Quellmaterial grundsätzlich nicht angetastet wird und so als Quelle für beliebig viele Projekte in beliebiger Häufigkeit dienen kann. Im Modus Bearbeiten werden lediglich Bearbeitungsanweisungen (Projektdatei .stu) gespeichert bzw. parallele Dateien angelegt (Szenenerkennung .scn), wenn Letztere nicht schon bei der Aufnahme angelegt worden sind. Außerdem werden in den Projektdateien alle Schöpfungen abgelegt, die zusammen mit den ausgewählten Szenen aus dem Quellmaterial das zu erstellende Produkt ausmachen. Dies sind beispielsweise aufgesprochene Kommentare, Titel und Menüs, die dabei auch physikalisch in der Projektdatei aufgenommen werden.
Im Modus Film Erstellen werden unter Anwendung der in der Projektdatei abgelegten Bearbeitungsanweisungen und unter Einbeziehung der vorgenannten Schöpfungen neue Produkte in unterschiedlichen Ausgabeformaten erzeugt. Dies können Dateien unterschiedlicher Formate (AVI, MPG, WMV usw.) sein, die auf unterschiedliche Medien (Festplatte, Band, CD, DVD) ausgegeben werden können.
Sofern sie sich vom Format her dazu eignen, kann man die erstellten neuen Produkte wiederum als Quellmaterial in neuen Projekten nutzen und so wiederum neue Produkte erzeugen. Beispielsweise kann man ein von einem DV-Camcorder eingelesenes Video (DV-AVI) mit einem Projekt roh schneiden und das Ganze wiederum als DV-AVI-Datei erstellen lassen. Diese Datei kann dann in beliebig vielen neuen Projekten wiederum als Quellmaterial genutzt werden. Bei der Bearbeitung in DV-AVI geschieht dies absolut ohne Qualitäsverlust.
TOP
|
|
Rohschnitt und Sicherung von Quellmaterial Gerade als Anfänger ist man sich noch ziemlich sicher, dass man noch viel dazu lernen wird. So ist der Wunsch naheliegend, sich keine Möglichkeiten zu verbauen. Man möchte Alles später noch mal besser und schöner machen können, dann, wenn man die Dinge im Griff hat.
|
|
Gerade wer gleichzeitig mit dem Videofilmen und dem Videoschnitt anfängt, der hat noch kein Gefühl dafür entwickelt, was wichtig ist und später in einem selbst erstellten Video auch gut wirkt. Da wird noch hin und her geschwenkt, rein und raus gezoomt und es werden minutenlange Totalen aufgenommen, die dann wie Aufnahmen eines Ameisenhaufens wirken. Auch vergisst man noch gerne die Kamera auf Pause zu tasten und kann anschließend rasante Kamerafahrten über Straßenpflaster und Passantenschuhe bewundern. Kurz, es muss noch viel Material weggeworfen werden. Dazu dient der Rohschnitt. Das Material wird in einer Reihe von kleinen Projekten von schlechten Passagen befreit, thematisch anders geordnet und in Episoden unterteilt. Jede Episode erhält einen Titel mit den wichtigen Angaben zu Orten, Personen und Daten und wird als neue Datei auf der Festplatte erstellt.
Welches Ausgabeformat wählt man dabei und wo lässt man die Dateien anschließend ?
- Wer DV-AVI eingelesen hat, sollte einfach dabei bleiben. Er hat auch für dieses Format eine gute Speichermöglichkeit : Bandkassetten, auf die sich die erzeugten Episoden einfach ausspielen lassen. Bänder sind preiswert und bei DV-AVI entstehen durch Aus- und Einspielen auch keine erkennbaren Verkuste. DVD’s eignen sich hingegen kaum zur Speicherung von DV-AVI. Auf eine Daten-DVD mit 4,38 GB passen allenfalls 15 - 20 Minuten Video in diesem Format.
- Man kann die Episoden auch als MPEG2-Dateien erstellen lassen. Diese sind sehr viel kompakter als DV-AVI’s. Schon diese Wandlung ist jedoch ohne gewisse Qualitätsverluste nicht zu machen. Ob man damit leben kann, muss jeder einfach ausprobieren und dann für sich entscheiden. Eines steht fest, man kann schlechtes Videomaterial im PC nur in engen Grenzen besser machen. Dafür bräuchte man teure Profiausstattungen. Wenn also die Qualität des Ausgangsmaterial nach Wandlung nach MPEG den eigenen Ansprüchen genügt, dann kann die Entscheidung für dieses Format wegen seines geringeren Platzbedarfes durchaus richtig sein.
Welche Probleme Studio zur Zeit allerdings noch mit dem Schnitt von MPEG-Material hat, davon ist auch hier auf dieser Seite genug nachzulesen. Wenn man MPEG’s mit einer Datenrate von 6000 KBits/sec erstellt, wird nach m.E. die Ursprungsqualität von DV-AVI gut erhalten bleiben und man kann gut 90 Minuten Video auf eine Daten-DVD sichern.
Welchen der beiden Wege man wählt, das muss man selbst für sich entscheiden. Wer ganz sicher gehen will, sichert die DV-AVI’s auf Band, wandelt in MPEG’s und packt diese auf DVD’s. Beim Speichern auf DVD sollte man noch vorher die Szenenerkennung über die Dateien laufen lassen und die .scn-Dateien mit auf die DVD’s packen. Dann kann man sich sogar Clips direkt von DVD holen, muss allerdings die geringe Lesegeschwindigkeit der DVD in Kauf nehmen. Es ist eine der vielen Absonderlichkeiten von Studio, dass es nur dann von DVD lesen kann, wenn dort auch eine Szenenerkennungsdatei liegt. Ohne .scn-Datei meldet Studio Widerspruch, denn es möchte ja sofort eine Datei anlegen, leider auch dann, wenn man die Szenenerkennung komplett ausgeschaltet hat.
TOP
|
|
Arbeiten in Timeline, Storyboard und Listenansicht Storyboard, Timeline und Listenansicht sind die drei Sichten, mit denen Studio die Inhalte der Projektdatei dem Nutzer präsentiert. Nun will ich hier nicht die Hilfe und das Handbuch wiederholen sondern ein paar Ratschläge geben, worauf man achten und was man nicht tun sollte.
|
|
Wann nutzt man die verschiedenen Sichten bevorzugt :
- Die Storyboard-Ansicht eignet sich besonders für die Zusammenstellung von Szenen und Bildern, da jede Szene gleich lang dargestellt wird. Außerdem ist das Einfügen von Übergängen, besonders das mehrfache Einfügen zwischen mehrere Clips (Ripple) in dieser Ansicht einfacher durchzuführen.
- Die Timeline-Ansicht eignet sich besser für den Schnitt, das Einfügen von Titeln, Menüs und Hintergrundmusik sowie das Aufsprechen von Kommentaren.
- Die Listenansicht eignet sich besonders zur Kontrolle des Projektes, das Umgruppieren von Projektabschnitten mittels Kopieren und Einfügen sowie das Herstellen einer Dokumentation (Drehbuch) über ein Projekt.
Ein wichtiger Grundsatz vorweg : Studio ist sehr anfällig gegen Ungeduld! Daher nicht zu hastig arbeiten. Wenn Studio offenbar nicht sofort reagiert, dann Finger weg und abwarten. Zwischendurch muss Studio eine automatische Sicherung durchführen oder seine Knochen in der Projektdate neu sortieren, jede Störung dabei, kann zum Absturz des Programmes führen buw. die Projektdatei unbrauchbar machen.
Manche Aktionen belasten Studio und den PC besonders und man sollte sie vermeiden, zumal dies ohne Probleme möglich ist. Eine solcher Aktion ist die Benutzung des Schiebers (Scrubber) in der Timeline. Diesen sollte man nicht dazu nutzen, durch den Projektinhalt zu scrollen. Dafür ist der Schiebebalken des Fensters einfach besser geeignet. Ein Klick auf die Zeitleiste und der Scrubber ist da wo er hinsollte, ohne dass man Studio zu komplizierten und überflüssigen Operationen mit immer neuem Bildaufbau gezwungen hat.
Dies gilt auch für das Dehnen und Stauchen der Zeitachse. Hier ist das Anwählen eines der mit dem Kontextmenü (rechte Maustaste) der Zeitleiste angebotenen festen Maßstäbe schneller, als mit gedrückter Maustaste zu ziehen. Einer dieser Maßstäbe staucht das gesamte Projekt auf die Fenstergröße zusammen, sodass man sehr schnell zu einem bestimmten Punkt wechseln kann.
Der Videoschnitt selbst kann in der Timeline oder aber im Trimmfenster erfolgen. Das Trimmfenster (Clipeigenschaften von Videoclips) kann über das Kontextmenü eines Videoclips oder aber durch Doppelklick auf den Clip selbst aufgerufen werden. Dabei größte Vorsicht bei Standbildern in der Videospur (z.B. bei Dia-Shows) : Bei diesen ruft der Doppelklick nicht die Clipeigenschaften wie bei Videoclips, sondern den TitelEditor auf. Was sich Pinnacle dabei gedacht hat, das ist mir ein Rätsel. Jedenfalls darf man den so versehentlich aufgerufenen TitelEditor keinesfalls mit “ok” verlassen sondern stets mit “abbrechen”. Hier ist beschrieben, was sonst passieren würde.
Das Trimmfenster eignet sich besser für das Bearbeiten von Anfang und Ende eines Clips, das Schneiden innerhalb eines Clips geschieht in der Timeline mit der Rasierklinge. Aber Vorsicht : Leider sind die beiden Schieber in Timeline und Trimmfenster nicht sauber miteinander und mit der Rasierklinge verknüpft.
Neben der sehr präzisen numerischen Eingabe in die Datenfelder, können die beiden Schieber und die Grenzmarken im Trimmfenster auch noch mit den kleinen Auf- / Ab-Pfeilen in Vorschau- und im Trimmfenster bewegt werden, so dass ein Frame-genauer Schnitt recht einfach möglich ist.
TOP
|
|
|
|
|